Das Sportplatzsyndrom

Endlos langsam drehst du deine Runden.

Alles gebend und trotzdem ewig verlierend.

Locker und mühelos ziehen die anderen vorbei.

Ohne große Anstrengungen gelangen sie ans Ziel.

 

Völlig aus der Puste und fernab vom Ziel.

In Schweiß gebadet und von Schmerzen geplagt.

Das Ziel scheint in unerreichbare Ferne gerückt.

Unendlich müde setzt du langsam Fuß vor Fuß.

 

All die anderen sind längst am erreichtem Ziele.

Auf den Rängen lachen und spotten sie über dich.

Niemals kannst du diesen Lauf hier gewinnen.

Nur Hohn und Spott erwarten dich am Ende.

 

Immer träumst du von dem großen Ziele.

Nur in deinen Träumen bist du der Gewinner.

Hast alles gegeben und es hat nichts genutzt.

Nicht einmal der Hauch einer Chance ist geblieben.

 

Mühelos leicht ziehen all die anderen vorbei,

so als führten sie ein Leben auf der Überholspur.

Bei dir aber scheint die Zeit still zu stehen.

Ewig gelangst du als Verlierer ans Ziel.

 

Später noch dachtest du an diesen Lauf zurück.

Als die anderen heirateten und es beruflich schafften.

Einsam und verloren ziehst du hinter ihnen her.

Und dieser Lauf hört ein Leben lang niemals auf.

24.3.16 09:58, kommentieren

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Zum Licht

Ich wurde in einer finsteren Nacht geboren,

aus einer noch größeren Dunkelheit kommend.

Trotzdem strebte ich dem Licht entgegen.

10.10.15 04:23, kommentieren