Die Nornen

Die Nornen spinnen die Schicksalsfäden. So

manches Garn dabei zerriß, so manches Netz

ward wohl gestrickt und mit dem Schicksal nun

verbunden. Zu groß wurde mit der Zeit das Knäuel,

doch des Fadens Anfang hat man nicht gefunden.

So spinnen denn die Nornen immer noch endlos,

ganz ohne  Anfang und ohne Ziel. Sie weben sich

so ihre eigene Welt, in die das Schicksal einge -

bunden. Keine der Nornen jedoch konnte je mit

dem Schicksal etwas anfangen, drum hielten sie

es in ihrer Fäden engmaschigem Netz gefangen.

In diesem Netz ging alles Leben wohl verloren,

aber etwas anderes, die Zeit, ward darin geboren.

Die Zeit entkam letztendlich dem engmaschigem

Netze, aber der Faden ging dabei verloren. Und

wer einst den Faden wird wieder finden, der mag

mit etwas Glück die Welt an das Schicksal binden.

Die Nornen aber sind längst verschwunden. Wie es

scheint haben sie ihr Schicksal endlich gefunden.

Auch ist ihr feinmaschiges Netz längst zerrissen

und verschwunden. Doch was man da drinnen

gefangen gehalten, das hat man nie gefunden.

29.7.15 15:45, kommentieren

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Fragmente einer verlorenen Zeit - Teil 2

Sie reden immer wieder von der Hoffnung, so

als wäre sie der große Gewinn. Du jedoch weist

längst, das es sie nicht gibt. Jede Verbesserung

ist nur eine trügerische Illusion. Aber du beginnst

dich zu fragen ´´ Wer hat das vorherbestimmt ? ``

Da du keine Antwort zu finden vermagst, glaubst

du schon fast an einen Gott. Aber auch der ist nur

eine weitere Illusion !

29.7.15 15:35, kommentieren