Fragmente einer verlorenen Zeit - Teil 1

Der Worte genug sind gewechselt. Kein Grund

noch still zu stehen und voller Sorge zu ver -

weilen.  Zu viele der Guten haben wir schon

verloren. Wie gering jedoch ist ihr Andenken.

Man gibt sie dem Vergessen preis. Es folgen

stets die falschen Worte. Das Er kennen ist

noch weit. Die Angst frißt unsere Seelen

auf. Wir können nicht in unsere Träume

flüchten. Wir spüren, da ist noch eine andere

Welt. Unmöglich jedoch, sie zu erreichen.

Wir flüchten aus unserer Vergangenheit

aus Angst vor einer unsicheren Zukunft.

Krampfhaft versuchen wir uns zu erinnern,

doch wir finden keine Antwort auf all

unsere Fragen. Viel zu schnell vergehen

die Stunden. Aber wir sind noch lange

nicht be reit. Wie viele Enttäuschungen

müssen wir überstehen, um uns selbst

zu sehen? Wie viel Leid . . . und so viele

Ängste. Wohin gehen die Sterne am

Morgen ? Ein paar Millionen Seelen,

so eiskalt. Wir sehen sie noch, aber

sie sind lange schon tot. Gestorben

vor ihrer Zeit. Alles was von ihnen

bleibt, ist ihr kalter Glanz, gleich dem

Ruhme einer verlorenen Zeit.

29.7.15 15:28, kommentieren

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Nekropole - Teil 2

Kaltes Fleisch verließ lang die Knochen.

All die Gebeine liegen jetzt offen,

denn geplündert wurde jedes Grab.

 

Nichts von all ihrem Reichtum blieb.

Dieselbe Gier die Grabräuber trieb.

Die rissen Schmuck von ihren Gebeinen.

 

Legendär war einst ihr Reichtum.

Doch was haben sie davon nun ?

Finden keine Ruh in ihren Gräbern.

 

Zerbrochen die Mauern zertrümmert der Sarg.

Nackt im Schutt liegen sie aufgebahrt.

So wie sie einst ihre Feinde verließen.

 

Grenzenlos war ihre Gier und ihre Macht,

haben so viel Neid und Haß empfacht.

Ihre bleichen Knochen müssen es nun büßen.

 

Stille liegt über der Totenstadt,

die allzu viele Bewohner hatt`.

Hier liegt ein ganzes Reich begraben

27.7.15 14:12, kommentieren